Bis zur letzten Scheibe

Ein Sprichwort sagt: Altes Brot ist nicht hart. Kein Brot, das ist hart!

Die meisten bevorzugen natürlich ganz frisches Brot, am besten noch warm 😉
Wenn es um Sauerteigbrot geht, das wir normalerweise backen, ist es für unseren Körper viel besser, wenn das Brot nach dem Backen mindestens über Nacht ruhen kann und frühestens am nächsten Morgen aufgeschnitten wird: Dann ist es nämlich leichter verdaulich und wir haben einen besseren Zugang zu den Mineralien und Vitalstoffen im Brot. Außerdem entwickelt sich der Geschmack erst nach einigen Tagen. Frisch gebackenes Brot duftet herrlich, aber das volle Aroma ist noch nicht da.

An alle Brotliebhaber: Hebt gerne „alte“ Brotscheiben auf und lasst sie trocknen, in ganzen Scheiben oder gewürfelt, je nachdem, was Ihr damit machen möchtet. Ihr könnt sie für viele leckere neue Gerichte verwenden. Die Rezepte funktionieren nicht nur mit Baguette oder Weißbrot: Wenn Ihr verschiedene Brotsorten verwendet, wird der Geschmack besonders interessant.

Bis zur letzten Scheibe – Lebensmittelverschwendung reduzieren und Geld sparen

Croutons

Croutons für Suppen und Salate oder einfach als Snack – super einfach und schnell zubereitet.
1. Schneide das bereits etwas trockene Brot in kleine Würfel.
2. Erhitze etwas Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze.
3. Brate die Brotwürfel ca. 5 Minuten lang und achte darauf, dass sie nicht zu dunkel werden.
4. Mit Gewürzen nach Geschmack würzen, z.B. mit Knoblauchpulver, Kräutern (Thymian, Oregano, Rosmarin …). Oder wie wäre es mit Kreuzkümmel und Garam Masala? 👌
5. Lasse die Croutons vollständig abkühlen und lege sie dann in ein luftdichtes Gefäß. Wenn sie kühl gelagert werden, halten sie sich 4-6 Wochen.
Nimm nicht nur Baguette oder Weißbrot: Wenn Du verschiedene Brotsorten verwendest, wird der Geschmack besonders interessant 🙂
Weniger Lebensmittelverschwendung und viel billiger als gekaufte Croutons 👍
Viel Spaß bei der Zubereitung!

 

Brotsuppe

Das Rezept stammt aus der Schweiz und passt besonders gut im Herbst oder Winter.
(Ergibt 4 große Portionen)

5 mittelgroße Brotscheiben, gewürfelt
Etwas Butter zum Anbraten
(Optional: 50 g geräucherter Speck oder Tofu)
1 Zwiebel, mittelgroß
Gewürze: Kümmel, Salz, Pfeffer, Muskat – oder nimm, was Dir gefällt;)
2 l Brühe (Fleisch, Gemüse oder selbstgemacht mit Deinen Lieblingsgewürzen)
1-2 dl Sahne (funktioniert auch mit Milch/Hafermilch)
100 g Falukorv (oder Garnelen, Lachs, Gemüse usw.) als Beilage zur Suppe
Kräuter nach Wunsch (Dill, Petersilie, Koriander…)

Die Butter in einer Pfanne erhitzen, den Speck und die Zwiebel leicht anbraten, dann das Brot dazugeben und goldbraun braten.
Die Brühe hinzufügen und bei schwacher Hitze 10 Minuten köcheln lassen.
Mit Gewürzen nach Wunsch abschmecken.
Zum Schluss alles mit einem Mixer pürieren.
Sahne (/Milch/Hafermilch) hinzufügen, erneut abschmecken und aufkochen lassen.
Dann die Falukorv (oder die Garnelen, den Lachs oder das gewürfelte Gemüse) hinzufügen.
Nach Wunsch Kräuter hinzufügen.

Es gibt viele Möglichkeiten, Gewürze oder Kräuter zu variieren: Du kannst der Suppe auch mit den entsprechenden Gewürzen/Kräutern nach Deinem Geschmack eine asiatische Note verleihen – passt gut zu Hähnchen. Es wird sehr lecker!

 

Bulle-Chips

Hast Du noch Teilchen (Bullar) vom Vortag (oder von vorgestern) übrig, die niemand essen möchte?
Mach` etwas Neues daraus:

Schneide die Bullar in dünne Scheiben und lege sie auf ein Backblech. Die Teilchen sollten nicht zu hart sein, sonst lässt es sich nicht so gut schneiden. Trockne/backe sie im Ofen bei 150–160 °C Umluft (Ober-/Unterhitze ca. 170–180 °C) in 10-15 Minuten. Lasse sie dann auf einem Gitter abkühlen.

Bewahre sie in einer Dose auf, genau wie Kekse.
Aber keine Sorge – sie sind schnell weg 🙂

 

Kaspressknödel

– Ein Rezept aus Österreich

(Ca. 16 Knödel)
250 g Brot, gewürfelt
200 ml Milch, warm
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
100 g Käse, gerieben/gewürfelt
1 Handvoll Kräuter (z. B. Schnittlauch, Petersilie, Majoran)
2 Eier
Salz, Pfeffer
Etwas Butter
Öl zum Anbraten

Die Brotwürfel in der warmen Milch einweichen. In der Zwischenzeit die Zwiebel in der Butter anbraten, die Zwiebel gut mit dem Brot vermischen und einige Minuten ziehen lassen. Kräuter, Käse und Eier hinzufügen und alles gut vermischen.
Aus der Masse kleine Knödel formen (ca. 5cm Durchmesser). Am besten geht es mit einem feuchten Esslöffel und feuchten Händen. In einer Pfanne in Öl goldbraun braten.

Die Knödel werden in einer klaren Brühe, zu Sauerkraut oder mit Salat gegessen. Sie lassen sich auch gut einfrieren.
Probiere es aus, es lohnt sich 👌